FAQs - Fragen und Antworten

Wissenschaftliche Unterstützung: Dr. Yanislava Karusheva, Kálmán Bódis, Prof. Dr. Andreas Fritsche, Andreas Vosseler M.A.

Gibt es einen Risikotest für Diabetes? Sind Menschen mit Diabetes anfälliger für Infektionskrankheiten? Und sollten Menschen mit Diabetes weniger Zucker oder weniger Kohlenhydrate essen? FAQs (frequently asked questions) sind häufig gestellte Fragen.

Hier finden Sie eine Auswahl häufiger Fragen und Antworten, sortiert nach Themengebieten.

Allgemeines zum Krankheitsbild Diabetes mellitus

Diabetes mellitus ist eine chronische Stoffwechselerkrankung. Der Körper kann den mit der Nahrung aufgenommenen Zucker (Glukose) nicht richtig verwerten. Die Folge sind dauerhaft erhöhte Blutzuckerwerte. Grundsätzlich wird vor allem zwischen Typ-1- und Typ-2-Diabetes unterschieden. Es gibt aber auch seltenere andere Diabetes-Typen.

Um die verschiedenen Diabetes-Formen zu benennen, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten: Man spricht von Diabetes (mellitus) Typ 1 oder Diabetes Typ 2. Daneben ist von Typ-1- oder Typ-2-Diabetes die Rede. Diese beiden Schreibweisen werden auf diabinfo.de verwendet. Zusätzlich kann es vorkommen, dass die Begriffe mit und ohne Bindestrich(e) geschrieben werden. 

Eine Veranlagung für Diabetes kann vererbt werden. Haben Eltern oder Verwandte einen Typ-1- oder Typ-2-Diabetes, steigt die Wahrscheinlichkeit ebenfalls an Diabetes zu erkranken.

Eine familiäre Vorbelastung mit Typ-1-Diabetes ist somit mit einem erhöhten Erkrankungsrisiko verbunden. Allerdings haben 90 Prozent der Personen mit Typ-1-Diabetes keinen Betroffenen in der Verwandtschaft. Umwelteinflüsse, wie Nahrungsbestandteile oder Infektionen, spielen zusätzlich eine Rolle bei der Entstehung von Typ-1-Diabetes.

Besonders hoch ist das Vererbungsrisiko bei Menschen mit Typ-2-Diabetes. Insgesamt sind bislang weit über 100 Genorte bekannt, die mit Typ-2-Diabetes in Zusammenhang stehen. Auf den Genen liegt die Erbinformation. Eine einzelne Genveränderung muss noch keine Erkrankung bedeuten. Sind aber viele dieser Veränderungen vorhanden, kann dies zu einem erhöhten Diabetes-Risiko führen. Daneben begünstigen auch andere Faktoren die Diabetes-Entstehung: Beispielsweise Übergewicht und Bewegungsmangel, ungesunde Ernährungsgewohnheiten oder Rauchen.

Typ-1-Diabetes ist eine chronische Erkrankung, die meist im Kindes- oder Jugendalter ausbricht. Aktuell haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler noch kein Heilmittel gegen Typ-1-Diabetes gefunden. Allerdings gibt es viele Studien, um neue Ansätze zur Vorbeugung und Therapie der Erkrankung zu entwickeln.

Bei Typ-2-Diabetes reichen oft schon relativ kleine Änderungen aus, um das Erkrankungsrisiko oder das Voranschreiten der Krankheit zu verringern. So kann der Einsatz von Medikamenten verzögert oder reduziert werden. 1. Ziel der Therapie ist es, die Blutzuckerwerte vor allem durch Lebensstiländerungen zu senken oder zu normalisieren. Im Vordergrund steht die Reduktion von Übergewicht oder Adipositas (Fettleibigkeit) durch eine ausgewogene Ernährung und vermehrte körperliche Aktivität.

Viele Menschen mit Typ-2-Diabetes können über lange Zeit gute Blutzuckerspiegel allein mit Hilfe einer Ernährungsumstellung und körperlicher Aktivität oder in Kombination mit Diabetes-Medikamenten (zum Beispiel Metformin) erreichen. Erst wenn diese Therapie nicht zum individuell vereinbarten Therapieziel führt, muss Insulin gespritzt werden.

Menschen mit Typ-1-Diabetes sind lebenslang auf tägliches Insulinspritzen angewiesen. Ihr Körper kann das lebensnotwendige Hormon Insulin kaum noch oder gar nicht mehr selbst produzieren.

Diabetes darf auf keinen Fall unterschätzt werden. Beide Diabetes-Formen, Typ-1 und Typ-2, sind behandel- aber nicht heilbar. Außerdem ist es wichtig, die Stoffwechselkrankheit rechtzeitig zu erkennen und optimal zu behandeln. Denn auch die Qualität der Blutzuckereinstellung bestimmt das Risiko für Folgeerkrankungen.

Unter den Folgeerkrankungen des Diabetes spielen die Gefäßkrankheiten eine zentrale Rolle. Bluthochdruck, Herzinfarkt oder Schlaganfall können die Folgen sein, genau wie Nieren- oder Augenschäden und das Diabetische Fußsyndrom.

Oft tritt Typ-1-Diabetes in jüngeren Lebensjahren auf. Die Erkrankung beginnt meist plötzlich mit folgenden typischen Beschwerden und Symptomen:

Starkes Durstgefühl, verstärkter Harndrang, Gewichtsabnahme, Muskelschwäche, Müdigkeit, schlechte Wundheilung, trockene Haut, Sehstörungen.

Typ-2-Diabetes entwickelt sich eher schleichend. Manchmal fehlen Beschwerden zunächst ganz oder werden falsch interpretiert. Die Krankheit bleibt oft über Jahre unentdeckt. Häufig wird sie erst aufgrund von Folgeerkrankungen oder durch Zufall, zum Beispiel beim Gesundheits-Check, festgestellt. Anzeichen sind vor allem:

Antriebsarmut, Konzentrationsschwäche, Vergesslichkeit, depressive Verstimmungen, Müdigkeit, Juckreiz, trockene Haut, schlecht heilende Wunden, stärkeres Durstgefühl, verstärkter Harndrang.

Diabetes vorbeugen

Ja, sowohl bei Typ-1-Diabetes als auch Typ-2-Diabetes existieren Vorstufen der Erkrankung. Werden sie erkannt, kann der Ausbruch der Erkrankung in einigen Fällen verzögert oder verhindert werden.

Typ-1-Diabetes geht mit der Bildung von Autoantikörpern einher. Diese zerstören körpereigene Zellen in der Bauchspeicheldrüse, die das Insulin produzieren. Solche Antikörper lassen sich meist schon Monate bis Jahre vor dem Erkrankungsausbruch im Blut feststellen. Sie erhöhen das Risiko für Typ-1-Diabetes.  Die Forschung arbeitet intensiv daran herauszufinden, wie das Fortschreiten der Erkrankung bei bereits vorhandenen Antikörpern aufgehalten werden kann.

Noch bevor es zu Typ-2-Diabetes mit erhöhten Blutzuckerwerten kommt, kann eine Insulinresistenz vorliegen. Diese Vorstufe wird auch „Prädiabetes“ genannt. Die Blutzuckerwerte sind erhöht, jedoch noch nicht in der Weise, wie es für Typ-2-Diabetes typisch ist. Eine Lebensstiländerung – ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung – kann die Typ-2-Diabetes-Entwicklung aufhalten und in manchen Fällen sogar ganz verhindern.

Mit Hilfe des Diabetes-Risiko-Tests können Erwachsene ihr persönliches Risiko ermitteln, ob sie innerhalb der nächsten 5 Jahre an Typ-2-Diabetes erkranken. Mit der Durchführung des Tests erhält man Tipps, wie man sein Erkrankungsrisiko minimieren oder verhindern kann.

Erbanlagen bilden die Grundlage der Typ-1-Diabetes-Erkrankung. Aber nur etwa 10 Prozent aller neu diagnostizierten Menschen mit Typ-1-Diabetes sind familiär vorbelastet. Daneben spielen Umweltfaktoren eine wichtige Rolle.

Auch an der Entstehung von Typ-2-Diabetes sind Gene, die Träger der Erbinformation, wesentlich beteiligt. Ob es zur Erkrankung kommt, hängt aber von vielen weiteren Risikofaktoren ab. So erhöhen beispielsweise Übergewicht und Bewegungsmangel das Typ-2-Diabetes-Risiko deutlich.

Diabetes Typ 1

Typ-1- und Typ-2-Diabetes sind 2 unterschiedliche Krankheitsbilder, von denen keines als schlimmer als das andere eingestuft werden kann. Bei beiden kann es zu schweren Folgeerkrankungen kommen. Folgen treten auf, wenn der Diabetes langfristig unzureichend behandelt wird.

Unter den Folgeerkrankungen des Diabetes spielen die oben genannten Gefäßkrankheiten eine zentrale Rolle. Dabei kann es zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfall, Augenschädigungen, Nierenproblemen, Nervenschäden oder dem Diabetischen Fußsyndrom kommen.

Daher ist es wichtig, die Diabetes-Erkrankung rechtzeitig zu erkennen und optimal zu behandeln. Das ist insbesondere für Menschen mit Typ-2-Diabetes bedeutend. Bereits in Vorstadien des Typ-2-Diabetes ist das Risiko Folgeschäden zu entwickeln erhöht.

Auch bei Menschen mit Typ-1-Diabetes trägt vor allem eine normnahe Blutzuckereinstellung dazu bei, diese Folgeerscheinungen zu vermeiden.

Kinder mit Typ-1-Diabetes sollten die Möglichkeit haben, an allen Sportarten und -aktivitäten teilzunehmen. Vorab sollte der Blutzuckerwert gut eingestellt sein. Eltern und Kinder sollten am Anfang erst einmal Erfahrungen sammeln, wie der Körper auf Insulin, Kohlenhydrate und Sport reagiert. Wichtig sind gezielte Schulungen. Ratsam ist es auch, die pädagogische Fachkraft und die jeweilige Trainerin oder den jeweiligen Trainer im Vorfeld zu informieren. Ihnen sollten auch mögliche Risikosituationen, wie eine Unterzuckerung, bekannt sein. Die Einnahme von Traubenzucker und zuckerhaltigen Getränken muss jederzeit möglich sein.

Diabetes Typ 2

Die Therapie des Typ-2-Diabetes  umfasst mehrere Schritte. Sie wird individuell angepasst. Zur Kontrolle wird regelmäßig der HbA1c-Wert, ein Langzeitwert des Zuckers im Blut, bestimmt.

Grundlage der Behandlung sind zunächst eine gesündere Ernährung, gesteigerte körperliche Aktivität und meistens eine Gewichtsreduktion. Parallel zu diesen Lebensstiländerungen kommen Diabetes-Medikamente zum Einsatz, die in unterschiedlicher Kombination einsetzbar sind.

Es stehen unterschiedliche Tabletten (orale Antidiabetika) für die Therapie des Typ-2-Diabetes zur Verfügung. Die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt wählt das Medikament gemeinsam mit der Patientin oder dem Patienten aus.

Sind die Blutzucker-Langzeitwerte sehr hoch oder auch mit der Kombination mehrerer Tabletten weiterhin erhöht, wird die Therapie mit Insulin begonnen. Neben Tabletten und Insulin gibt es auch künstlich hergestellte Darmhormone (GLP-1-Medikamente), die als Behandlungsmöglichkeit zur Verfügung stehen und gespritzt werden müssen.

Typ-2-Diabetes ist eine fortschreitende Erkrankung. Daher kann sich der Therapiebedarf der Patientinnen und Patienten ändern. Bei einer anfangs wirksamen Therapie mit Tabletten kann der Blutzucker-Langzeitwert im Verlauf ansteigen und eine Anpassung der Therapie erfordern.

Menschen mit der Diagnose Typ-2-Diabetes können ihre Erkrankung teilweise über eine gewisse Zeit ohne Diabetes-Medikamente behandeln. Hier sind eine gesündere Ernährung und regelmäßige Bewegung wichtig. Wenn sich der Blutzuckerwert nicht ausreichend senken lässt, kommen Medikamente zum Einsatz, die meistens dauerhaft eingenommen werden müssen.

Eine Reihe von Studien haben gezeigt, dass Menschen mit eingeschränkter Glukosetoleranz, eine Vorstufe der Erkrankung, ihr Diabetes-Risiko durch Lebensstiländerungen sogar effektiver senken können, als durch die Einnahme bestimmter Medikamente.

Leben mit Diabetes

Ja. Wenn Menschen mit Diabetes Auto fahren, sollten sie vorab darauf achten, dass ihr Diabetes gut eingestellt ist. Wenn Medikamente eingenommen werden, die eine Unterzuckerung auslösen können (Sulfonylharnstoffe oder Insulin), müssen Patientinnen und Patienten das Risiko einer Unterzuckerung (Hypoglykämie) erkennen können. Ratsam ist es dann, vor jeder Autofahrt den Blutzucker zu messen und nur bei Werten über 100 mg/dl (5,6 mmol/l) zu starten. Auf längeren Autofahrten sollten immer wieder Pausen eingelegt werden, um die Blutzuckerwerte zu messen. Darüber hinaus sollten schnell wirkende Kohlenhydrate wie Traubenzucker griffbereit sein, um einer Unterzuckerung frühzeitig entgegenwirken zu können.

Menschen mit Diabetes müssen Insulin ins Unterhautfettgewebe spritzen. Am besten geeignet ist hierfür der Bauch oder Oberschenkel. Ungeeignet sind die Arme, da hier die Gefahr von versehentlichen Injektionen in den Muskel und Unterzuckerungen durch zu schnellen Wirkeintritt des Insulins besonders hoch ist. Wichtig sind auch die korrekte Wahl der Nadellänge, die einmalige Verwendung der Nadeln und der konsequente Wechsel der Spritzstellen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass sich ein Knötchen aus Fettgewebe bildet, sogenannte Spritzhügel oder Lipohypertrophien. Sie verzögern die Aufnahme von Insulin ins Blut und können zu stärkeren Blutzuckerschwankungen und erhöhtem Insulinbedarf führen.

Ja, bei der Erkrankung Diabetes ist die körpereigene Regulation des Blutzuckers gestört. Sowohl sehr niedrige als auch hohe Blutzuckerspiegel sind möglich: Man spricht dann von Unterzuckerung (Hypoglykämie) oder Überzuckerung (Hyperglykämie). Sie stellen Notfallsituationen dar und können lebensbedrohlich sein. Wichtige Informationen und Tipps zum Umgang mit Notfallsituationen bei Diabetes werden jedem Menschen mit Diabetes unter anderem im Rahmen einer Schulung gegeben.

Generell können Menschen mit  Typ-1-Diabetes ebenso wie Menschen mit Typ-2-Diabetes alle Sportarten ausüben. Wichtig ist es, dass ihr Diabetes vorab gut eingestellt ist und sie ihre Blutzuckerwerte entsprechend überwachen. Sie sollten auch gelernt haben, ihre Medikamente (insbesondere Insulin) an die körperliche Aktivität und die aktuellen Blutzuckerwerte anzupassen.

Regelmäßige Bewegung verringert den Insulinbedarf und verbessert die Blutzuckerwerte. Zudem senkt körperliche Aktivität den Blutdruck und den Ruhepuls und beugt Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor. Das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist bei Menschen mit Diabetes erhöht.

Bei Menschen mit Typ-2-Diabetes, die übergewichtig sind, hilft Sport bei der Gewichtskontrolle oder beim Abnehmen.

Um Unterzuckerungen zu vermeiden, sollten Menschen mit Diabetes während und nach dem Sport ihren Blutzucker kontrollieren. Sie sollten körperliche Aktivitäten möglichst vorher planen. Insbesondere Menschen mit Typ-1-Diabetes müssen die Kohlenhydratzufuhr und Insulindosis berücksichtigen oder anpassen.

Ratsam ist es, sich abhängig vom Alter und eventuellen Begleiterkrankungen von einer ärztlichen Fachkraft untersuchen zu lassen. Sie kann am besten beurteilen, ob Sport gefahrlos möglich und empfehlenswert ist.

Bei entsprechender Vorbereitung ist die Reisefähigkeit von Menschen mit Diabetes kaum eingeschränkt. Mit ins Handgepäck gehören alle Utensilien zur Glukosemessung, Insulininjektion und Medikamente. Ratsam ist es, die doppelte Menge des Urlaubsbedarfs an Medikamenten mitzunehmen, um bei unvorhergesehenen Verlusten abgesichert zu sein. Um in Notfällen die notwendige ärztliche Versorgung zu erhalten, sollte man sich einen Diabetes-Pass in der jeweiligen Landessprache ausstellen lassen. Ein Muster-Exemplar finden Sie auf der Seite der Deutschen Diabetes Hilfe DiabetesDE. Sinnvoll ist zudem ein ärztliches Attest für Flugreisen für die Mitführung von Diabetes-Utensilien und Medikamenten im Handgepäck. Es liegt am besten in der Landessprache des Urlaubslandes oder zumindest auf Englisch vor.

Wenn man sich von einer Zeitzone in die andere bewegt, muss man eventuell Tabletten oder die tägliche Insulindosis entsprechend anpassen. Am besten klären Menschen mit Diabetes vor längeren Reisen die vorübergehende Änderung der Therapie in einem ärztlichen Gespräch.

Auch ein anderer Tagesablauf im Urlaub, andere Nahrungsmittel oder Klimawechsel können den Blutzucker beeinflussen und eine Anpassung der Insulintherapie erforderlich machen. Bei ungewohnter landestypischer Kost sollte der Blutzucker häufiger gemessen werden.

Menschen mit Diabetes müssen bei einer (Urlaubs-)Reise neben den üblichen Kofferinhalten, wie Kleidung und Hygieneartikel, an zusätzliche Verbrauchsmaterialien für das persönliche Diabetes-Management denken (Insulin, Tabletten, Kanülen, Teststreifen). Eine Packliste mit Utensilien und Dokumenten, die bei einer Reise mitzunehmen sind, finden Sie in unserem Download-Bereich.

Menschen mit Diabetes haben gegenüber Stoffwechselgesunden ein leicht erhöhtes Risiko für verschiedene Infektionskrankheiten, die durch Viren oder Bakterien ausgelöst werden. Dies ist insbesondere der Fall, wenn die Patientin oder der Patient dauerhaft zu hohe Blutzuckerwerte hat. Das wirkt sich negativ auf das Immunsystem aus: Die Anfälligkeit für Krankheiten steigt. Deswegen sollten sich Menschen mit Diabetes im Herbst beispielsweise gegen Grippe impfen lassen.

Die Entscheidung eine Selbsthilfegruppe aufzusuchen, müssen Menschen mit Diabetes individuell treffen. Der Austausch mit anderen betroffenen Menschen kann hilfreich sein. In Selbsthilfegruppen können Menschen mit Diabetes Erfahrungen austauschen. Darüber hinaus erhalten sie Tipps und Informationen zu Anlaufstellen in der Region, verschiedenen Dienstleistungen, Produkten und vieles mehr.

Blutzucker messen

Der Blutglukosewert oder Blutzuckerwert beschreibt die Konzentration von Zucker (Glukose) im Blut. Der Wert wird angegeben in Milligramm pro Deziliter (mg/dl) oder in Millimol pro Liter (mmol/l). Die Bestimmung der Blutzuckerwerte ist ein entscheidendes Kriterium zur Diagnose der Diabetes-Erkrankung.

Bei Menschen ohne Diabetes, die mindestens 8 Stunden nichts gegessen haben, liegt der Nüchternblutzuckerwert unter 100 mg/dl (5,6 mmol/l). Bei einem wiederholten Nüchternblutzuckerwert über 126 mg/dl (7,0 mmol/l) liegt ein Diabetes mellitus vor.

Nüchternblutzuckerwerte zwischen 100 und 126 mg/dl (5,6-7,0 mmol/l) deuten auf einen gestörten Nüchternblutzucker (Prädiabetes) hin. Diese Personen haben ein erhöhtes Diabetes-Risiko.

Ob bei Ihnen ein Diabetes vorliegt, kann die Ärztin oder der Arzt mit Hilfe eines oralen Glukosetoleranztests (oGTT) oder der Messung Ihres Blutzucker-Langzeitwerts (HbA1c-Wert) bestimmen.

Wenn ein Diabetes besteht, legt die Ärztin oder der Arzt gemeinsam mit der Patientin oder dem Patienten Blutzuckerzielwerte fest. Diese Zielwerte liegen höher als die oben beschriebenen „Normalwerte“ und sind individuell verschieden, je nach Therapie, Begleiterkrankungen und Lebensumständen.

Die Glukoseselbstmessung ist neben gesunder Ernährung, körperlicher Aktivität und Medikamenten für viele Menschen mit Diabetes ein wichtiger Baustein der Behandlung. Für die Anpassung des Insulins bei Typ-1-Diabetes ist die Glukosemessung unerlässlich. Auch bei Typ-2-Diabetes kann sie ein wertvolles Element der Behandlung sein.

Die regelmäßige Stoffwechselkontrolle kann zur Vorbeugung akuter Notfallsituationen, wie Unter- und Überzuckerungen, beitragen. Zudem lernen die Patientinnen und Patienten so, wie ihr Zucker auf Medikamente, Mahlzeiten, Sport und andere Belastungen reagiert.

Je nach Therapieform (Tabletten oder ein- bis mehrmals tägliche Insulingaben) sind unterschiedlich viele Glukosemessungen am Tag notwendig. Bei häufigen Messungen können neben der Blutzuckermessung kontinuierliche Glukosemesssysteme (CGM) hilfreich sein. In Absprache mit dem behandelnden Diabetes-Team kann die Messfrequenz und Verteilung der Messzeitpunkte festgelegt werden.

Für eine erfolgreiche Diabetes-Behandlung ist es wichtig, die eigenen Glukosewerte zu kennen und regelmäßig zu dokumentieren. In einem Blutzuckertagebuch werden neben persönlichen Daten, Blutzuckerwerte, Gesundheitsprobleme, notwendige Medikamente und Behandlungsmaßnahmen notiert. So haben Menschen mit Diabetes einen optimalen Überblick über den Verlauf ihrer Erkrankung und den Erfolg der Behandlungsmaßnahmen. Außerdem erleichtert es den Informationsaustausch zwischen Menschen mit Diabetes und ihrer Ärztin oder ihrem Arzt. Tagebücher können in Papierform oder elektronisch sowie auch als App geführt werden.

Genauso wie Blutdruck und Herzschlag ändert sich der Blutzuckerspiegel in Abhängigkeit von vielen Einflussfaktoren, wie beispielsweise körperliche Aktivität, Essen, Tag- und Nachtrhythmus und Stress. Der Zielbereich ist von Person zu Person unterschiedlich und wird zwischen Patientin oder Patient und Ärztin oder Arzt individuell festgelegt.

Im Notfall

Bei einer Unterzuckerung (Hypoglykämie) braucht man kein Insulin, sondern dringend Zucker (Glukose). Ein häufig verwendeter Grenzwert ist eine Blutzuckerkonzentration von weniger als 50 mg/dl (2,8 mmol/l).

Für eine Unterzuckerung kommen verschiedene Ursachen in Frage. Sie entsteht, wenn Insulin oder blutzuckersenkende Medikamente überdosiert wurden. Weitere mögliche Ursachen oder Verstärker einer Unterzuckerung sind große körperliche Anstrengung, zu wenig Nahrung oder Alkoholgenuss.

Erste Anzeichen sind zum Beispiel Zittern, Schwitzen, Herzrasen, Heißhunger oder Blässe. Dann sollten Menschen mit Diabetes umgehend schnellwirkende Kohlenhydrate in Form von Saftschorlen, Limonaden, Traubenzucker oder Gummibärchen zu sich nehmen. Anschließend sollten sie kontrollieren, ob sich der Blutzuckerspiegel normalisiert hat.

Bei einer schweren Unterzuckerung, bei der die Person das Bewusstsein verliert, ist umgehend ein Notarzt (Durchwahl: 112) zu rufen und erste Hilfe zu leisten. Die unterzuckerte Person darf wegen drohender Erstickungsgefahr keine Flüssigkeiten zu sich nehmen.

Für den Notfall können Patientinnen und Patienten außerdem einen Glukagon-Pen mit sich führen, der nach Injektion eigene Zuckerreserven aus der Leber freisetzt. Er wird in den Muskel oder in die Haut gespritzt. Hilfestellungen zur Anwendung sind auch auf den jeweiligen Glukagon-Sets zu finden. Nach dem Aufwachen muss die Person umgehend schnellwirkende Kohlenhydrate (zum Beispiel Traubenzucker oder Fruchtsaft) zu sich nehmen, damit der Blutzuckerspiegel nicht erneut absinkt.

Bei sehr hohen Blutzuckerwerten (über 250 mg/dl (13,9 mmol/l)) bilden sich sogenannte Ketonkörper wie Aceton. Bei einer schweren Überzuckerung  (Hyperglykämie)  fehlt dem Organismus ausreichend Insulin. Der Blutzucker kommt als Energielieferant nicht in die Körperzellen. Um den Energiemangel auszugleichen, wird einerseits von der Leber und den Nieren neuer Zucker (Glukose) produziert. Das verstärkt die Überzuckerung.

Andererseits verstoffwechselt der Körper vermehrt Fett. Es entstehen freie Fettsäuren. Dieses Überangebot an Fettsäuren wird als Energielieferant gebraucht. Der Teil der Fettsäuren, der nicht als Energie nutzbar ist, wird zu sogenannten Ketonkörpern abgebaut. Es kommt zur Übersäuerung des Blutes. Der typische Acetongeruch in der Atemluft (Geruch nach Nagellackentferner oder Obst) ist daher ein wichtiges Erkennungsmerkmal für einen schwer entgleisten Stoffwechsel. Die Überzuckerung und Ketoazidose treten häufiger beim Typ-1-Diabetes auf.

Sich darauf zu verlassen ist allerdings gefährlich. Daher sollten Menschen mit Diabetes lernen, wann und wie sie Ketonkörper im Blut oder Urin testen sollten. Weitere Symptome eines Überzuckers sind unter anderem Bauchschmerzen, Durstgefühl, Erbrechen und Müdigkeit. Die wichtigste Behandlungsmaßnahme ist die Zufuhr von viel Flüssigkeit. Bei einer Überzuckerung ist dringend eine Ärztin oder ein Arzt aufzusuchen.

Ernährung

KE ist die Kurzform für Kohlenhydrateinheit. 1 KE entspricht 10 Gramm Kohlenhydraten. Die Menge der Kohlenhydrate wird häufig auch in Broteinheiten (BE) angegeben. 1 BE entspricht 12 Gramm Kohlenhydraten.

Ziel der Ernährungstherapie bei Diabetes ist eine individuell angepasste, bedarfsgerechte Nährstoffzufuhr. Sie kann zu einer Verbesserung der Stoffwechsellage beitragen. Eine spezielle Diabetes-Diät oder besondere Lebensmittel sind nicht nötig. Stattdessen eignet sich eine ausgewogene, vollwertige Mischkost für Menschen mit Diabetes. Diese empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) auch für Menschen ohne Diabetes.

Eine ausgewogene, vollwertige Ernährung beinhaltet zum Beispiel ballaststoffreiche Nahrungsmittel. Ballaststoffe sind unter anderem in Gemüse, Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten enthalten. Ergänzend dazu sind magere Fleischsorten, Fisch und fettarme Milchprodukte geeignet. Zudem sind pflanzliche Öle zu bevorzugen.
Geeignete Rezepte für Menschen mit Diabetes finden Sie in unserer Rubrik Rezepte.

Zucker oder Süßigkeiten allein führen nicht zu Diabetes. Ein übermäßiger Verzehr von Süßigkeiten und Zucker sowie von fettreichen Nahrungsmitteln oder zuckerhaltigen Getränken führt jedoch meist zu Übergewicht und Fettleibigkeit, was die Entwicklung von Typ-2-Diabetes begünstigt.

Weitere wesentliche Ursachen für Typ-2-Diabetes sind genetische Faktoren, Rauchen und Bewegungsmangel.

Die Ursachen des Typ-1-Diabetes sind bislang nicht eindeutig identifiziert. Umwelt- und genetische Faktoren beeinflussen das Risiko einen Typ-1-Diabetes zu entwickeln.

Alkohol ist ein Genussmittel, aber auch ein Zellgift. In geringer Menge ist Alkoholgenuss auch für Menschen mit Diabetes erlaubt. Man muss allerdings berücksichtigen, dass Alkohol die Zucker-Neubildung der Leber blockiert. Der Blutzucker kann folglich sinken. Die Gefahr einer Unterzuckerung (Hypoglykämie) steigt, insbesondere bei größeren Mengen Alkohol. Deshalb sollte Alkohol zusammen mit kohlenhydrathaltigen Mahlzeiten aufgenommen werden. Besondere Vorsicht ist auch bei alkoholischen Getränken nach sportlicher Betätigung oder zusätzlicher körperlicher Aktivität geboten. Auch hier besteht die Gefahr einer Unterzuckerung.

Folgeerkrankungen

Wenn Diabetes frühzeitig erkannt und optimal behandelt wird, lässt sich das Risiko für diabetische Folgeerkrankungen deutlich verringern. Die Wahrscheinlichkeit eine Folgeerkrankung zu entwickeln, ist schon in Vorstadien des Typ-2-Diabetes (Prädiabetes) erhöht.

Mögliche Folgeerkrankungen des Diabetes sind unter anderem Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nieren-, Augen- oder Nervenerkrankungen und das Diabetische Fußsyndrom. Auch bei Menschen mit Typ-1-Diabetes trägt vor allem eine normnahe Stoffwechseleinstellung dazu bei, diese Folgeerscheinungen zu vermeiden.

Die diabetische Polyneuropathie ist eine Erkrankung der peripheren Nerven, die infolge eines Diabetes mellitus auftreten kann. Sie kann sowohl den willentlich gesteuerten Teil des peripheren Nervensystems als auch das autonome Nervensystem betreffen. Das willkürliche Nervensystem steuert zum Beispiel gezielte Bewegungen von Armen oder Beinen. Das autonome Nervensystem regelt die Abläufe, die unwillkürlich gesteuert werden. Dadurch werden beispielsweise Herzfrequenz oder Darmbewegungen reguliert.

Besonders groß ist die Gefahr für Herzerkrankungen, wenn die Blutzuckereinstellung über lange Zeit hoch ist und weitere Faktoren wie Rauchen, Bluthochdruck und Übergewicht hinzukommen. Häufig sind bei Menschen mit Diabetes mehrere Risikofaktoren vorhanden und arteriosklerotische Ablagerungen in den Blutgefäßen können sich schneller als bei Gesunden entwickeln. In der Folge dieser Veränderungen an den kleinen und großen Blutgefäßen über Jahre steigt das Risiko für Durchblutungsstörungen verschiedener Organe.

Ein wichtiges Ziel im Rahmen der Diabetes-Therapie ist die Prävention von Folgeerkrankungen. Eine entscheidende Rolle spielt dabei die optimale Kontrolle von vorhandenen Risikofaktoren.

Diabetes kann die kleinsten Arterien in den Augen  schädigen und zu Sehbeeinträchtigungen führen. Die häufigsten Augenkrankheiten bei Diabetes sind die diabetische Retinopathie, eine Erkrankung der Netzhaut (Retina), und die Makulopathie, eine Schädigung des Bereichs des schärfsten Sehens der Netzhaut (Makula).

Ein gut eingestellter Diabetes mellitus und die frühzeitige und regelmäßige Untersuchung beim Augenarzt kann vielen Personen mit Diabetes die Sehkraft erhalten. Menschen mit Diabetes sollten daher alle 1 bis 2 Jahre zur Augenuntersuchung gehen.

Rauchen und insbesondere Bluthochdruck erhöhen für Menschen mit Diabetes das Risiko einer diabetischen Augenerkrankung.

Sexuelle Dysfunktion, also vermindertes Lustempfinden und Orgasmus-Schwierigkeiten, werden bei Menschen mit Diabetes häufiger beobachtet als bei Menschen ohne Diabetes. Die Ursachen dafür sind nicht vollständig geklärt. Vermutet werden ein hormonelles Ungleichgewicht und eine beeinträchtigte Funktion der unbewussten Nerven.

Zunächst sollte vor allem eine optimale Blutzuckereinstellung im Vordergrund stehen. In jedem Fall sollte die Behandlung mit einer erfahrenen Ärztin oder einem erfahrenen Arzt besprochen werden.

Die häufigsten Ursachen für eine sexuelle Dysfunktion sind jedoch – bei Menschen mit Diabetes wie auch bei Gesunden – psychische Faktoren. Dazu zählen Beziehungsängste, traumatische Erlebnisse oder innere Konflikte. Sie sollten bei einer Behandlung nicht außer Acht gelassen werden.

Diabetes und Schwangerschaft

Im Normalfall können Frauen mit Diabetes problemlos schwanger werden. Es gibt bestimmte Risiken für Mutter und Kind, die jedoch bei guter Planung und optimaler Betreuung durch das Diabetes-Team stark reduziert werden können. 

Bereits vor einer Schwangerschaft sollten bei Frauen mit Diabetes und Kinderwunsch die Blutzuckerwerte möglichst optimal eingestellt sein. Es kann nötig sein die Diabetes-Behandlung anzupassen. Ferner ist eine Untersuchung auf mögliche Folgekrankheiten des Diabetes wichtig.

Während der Schwangerschaft ist es empfehlenswert, wichtige Untersuchungen wahrzunehmen und besonders auf die Blutzuckerwerte zu achten. Die Hormonschwankungen erschweren eine normnahe Einstellung.

Stillen ist gut für das Kind und wird auch Frauen mit Diabetes ausdrücklich empfohlen. Das Risiko, dass die Kinder später Übergewicht oder Typ-2-Diabetes entwickeln, wird durch das Stillen reduziert.

Für Mütter mit Typ-1-Diabetes ist es wichtig daran zu denken, dass der Insulinbedarf gegenüber dem Bedarf vor der Schwangerschaft deutlich sinkt, wenn die Milchproduktion einsetzt. Dies erfordert eine entsprechende Anpassung der Insulinmenge.

Frauen mit Typ-2-Diabetes, die nach der Geburt mit Diabetes-Medikamenten in Tablettenform behandelt werden, sollten während des Stillens eine Insulintherapie erhalten. Bestimmte Antidiabetika gehen in die Muttermilch über.

Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes)

Als Schwangerschaftsdiabetes  (Gestationsdiabetes)  bezeichnet man eine Form des Diabetes, die erstmalig während der Schwangerschaft auftritt und diagnostiziert wird.

Die Hauptrisikofaktoren für die Entstehung von Schwangerschaftsdiabetes sind Übergewicht beziehungsweise starkes Übergewicht (Fettleibigkeit oder Adipositas) und eine genetische Veranlagung.

Zudem begünstigen eine Reihe weiterer Faktoren das Auftreten von Schwangerschaftsdiabetes:

  • Typ-2-Diabetes bei den Eltern und/oder Geschwistern
  • Schwangerschaftsdiabetes während einer früheren Schwangerschaft
  • Alter über 35 Jahre
  • Wiederholte Fehlgeburten
  • Geburtsgewicht früherer Kinder über 4.500 Gramm
  • Einnahme bestimmter Medikamente (Blutdrucksenker, Kortison)
  • Polyzystisches Ovarialsyndrom
  • Rauchen
  • Asiatische Herkunft

 

Normalerweise verschwindet die Stoffwechselstörung nach der Geburt des Kindes wieder. Allerdings haben Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes ein erhöhtes Risiko später einen Typ-2-Diabetes zu entwickeln. Mehr als 50 Prozent erkranken innerhalb von 8 bis 10 Jahren nach der Entbindung an Typ-2-Diabetes. Das betrifft vor allem Frauen, die während der Schwangerschaft Insulin spritzen mussten oder starkes Übergewicht haben.

Der Blutzuckerwert sollte nach einem Schwangerschaftsdiabetes weiterhin kontrolliert werden. Bei jährlichen Diabetes-Kontrolluntersuchungen bestimmt die Ärztin oder der Arzt die Nüchternblutzuckerwerte und den Blutzucker-Langzeitwert (HbA1c-Wert). Studienergebnisse zeigen, dass Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes, die ihr Kind stillen, ein um 40 Prozent verringertes Risiko haben an Typ-2-Diabetes zu erkranken.

Übergewicht

Der gängige Richtwert für die Berechnung des Normalgewichtes ist der sogenannte Body-Mass-Index (BMI). Er errechnet sich aus dem Körpergewicht in Kilogramm (kg), geteilt durch die Körpergröße in Meter (m) zum Quadrat.

BMI = (Gewicht in kg) / (Größe in m)²

Ein BMI zwischen 18,5 kg/m² und 25 kg/m² wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlen. Ein Wert unter 18,5 kg/m² ist ein Indiz für Untergewicht. Zwischen 25 kg/m² und 30 kg/m² spricht man von Übergewicht, ab einem Wert oberhalb von 30 kg/m² von Adipositas.

Gemeint ist das gemeinsame Auftreten mehrerer Symptome oder Krankheitsbilder: Übergewicht (insbesondere im Bauchraum), erhöhter Blutzucker oder Diabetes, erhöhte Blutfettwerte sowie Bluthochdruck. Das metabolische Syndrom erhöht das Risiko für Arteriosklerose und andere Gefäßleiden, Diabetes und Herzerkrankungen. Mittlerweile kommt noch ein weiteres Krankheitsbild hinzu: die Fettleber.