Ein Arzt hält eine Tafel mit der Aufschrift "Darmkrebs-Vorsorge" vor seinen Oberkörper.

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Darmkrebsmonat März – Vorsorgeuntersuchungen können schützen

Darmkrebs ist in Deutschland und weltweit die dritthäufigste Krebsart. Durch eine regelmäßige Teilnahme an Vorsorgeuntersuchungen können gutartige Krebsvorstufen rechtzeitig entdeckt und entfernt werden, bevor es zur Krebserkrankung kommt. Liegt bereits Darmkrebs vor, trägt eine frühzeitige Erkennung dazu bei, dass die Erkrankung häufig gut behandelt und geheilt werden kann.

Vor diesem Hintergrund setzen sich die Gastro-Liga e. V. und die Stiftung LebensBlicke im Darmkrebsmonat März für eine verstärkte Aufklärung zur Vorsorge und Früherkennung von Darmkrebs ein. Das diesjährige Motto lautet: „Bewegen Sie sich – gehen Sie zur Darmkrebsvorsorge!“.

 

Diabetes und Krebs

Zahlreiche Studien zeigen, dass ein Zusammenhang zwischen Typ-2-Diabetes und einem erhöhten Risiko für verschiedene Krebserkrankungen besteht. Die genauen Mechanismen sind bislang noch nicht bekannt. Zu Typ-1-Diabetes ist die Datenlage sehr begrenzt, sodass weitere Studien notwendig sind, um genauere Aussagen zu möglichen Zusammenhängen von Typ-1-Diabetes und Krebs machen zu können.

Frauen mit Diabetes haben im Vergleich zu Frauen ohne Diabetes ein erhöhtes Risiko an Darm-, Brust- oder Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkranken. Bei Männern mit Diabetes treten Darm-, Bauchspeicheldrüsen-, Leber- und Blasenkrebs häufiger auf als bei stoffwechselgesunden Männern.

Eine landesweite Bevölkerungsstudie aus Schweden aus dem Jahr 2020 ergab, dass das Risiko an Darmkrebs zu erkranken bei Menschen mit Diabetes in allen Altersgruppen erhöht ist. Demnach weisen Menschen mit Diabetes ohne familiäre Vorbelastung ein ähnlich hohes Risiko für Darmkrebs auf wie Menschen ohne Diabetes, in deren Familien gehäuft Darmkrebs auftritt.

Allerdings handelt es sich bei Diabetes und Krebs um keine einseitige Beziehung: So können auch Krebserkrankungen (zum Beispiel der Bauchspeicheldrüse) Diabetes auslösen und bestimmte Krebs-Medikamente können zu einem gestörten Zuckerstoffwechsel führen.

In unserem Hintergrundartikel „Diabetes und Krebs“ erhalten Sie weitere Informationen zu möglichen Faktoren, die das Risiko für Krebserkrankungen bei Diabetes erhöhen, und zu aktuellen Forschungsansätzen.

 

Krebs vorbeugen: Was sollten Menschen mit Diabetes beachten?

Wichtig für alle Menschen – ob mit Diabetes oder ohne – ist ein gesunder Lebensstil: Fehlernährung, mangelnde Bewegung und Übergewicht wirken sich nicht nur negativ auf die Diabetes-Erkrankung aus, sondern erhöhen auch das Risiko für weitere Erkrankungen wie Krebs oder Herz-Kreislauf-Komplikationen. Ein gesunder Lebensstil mit regelmäßiger Bewegung und ausgewogener Ernährung wirkt hingegen vorbeugend und verbessert zudem den Zuckerstoffwechsel.

Zudem sollten Menschen mit Diabetes genauso wie Stoffwechselgesunde regelmäßig an Krebsvorsorgeuntersuchungen teilnehmen. Denn je früher ein Tumor erkannt wird, desto besser sind die Behandlungschancen. So haben alle Versicherten in Deutschland ab einem Alter von 50 Jahren Anspruch auf regelmäßige Untersuchungen zur Früherkennung von Darmkrebs. Die Untersuchung sollte alle 5 Jahre wiederholt werden.

 

Weitere Informationen und Veranstaltungen

Im Rahmen des Darmkrebsmonats veranstalten die Gastro-Liga e. V. und die Stiftung LebensBlicke im März bundesweite Webinare, Vorträge und Telefon-Hotlines. Eine detaillierte Übersicht zu den Veranstaltungen finden Sie unter den nachfolgenden Links:

 

Quellen:
Ali Khan, U. et al.: Personal History of Diabetes as Important as Family History of Colorectal Cancer for Risk of Colorectal Cancer: A Nationwide Cohort Study. In: Am J Gastroenterol, 2020, 115: 1103-1109

Gastro-Liga e.V.: Darmkrebsmonat März 2021. (Letzter Abruf: 15.03.2021)