Eine Ärztin misst bei einem Jungen den Blutzucker

© Andrey Popov / Adobe Stock

Nachrichten
diabinfo-Podcast: Neue Folge

Erfahrungsbericht: Typ-1-Diabetes – Früherkennung und Vorbeugung beim jüngsten Kind

Der ältere Sohn der Mittermeiers, Jakob, ist bereits an Typ-1-Diabetes erkrankt. Der Jüngere, Korbinian, wird wahrscheinlich ebenfalls erkranken. Das wissen sie aus einer Studie, an der sie teilgenommen haben. Wie erleben die Eltern die Studie und wie leben sie mit dem Wissen, dass sie bald wohl 2 Söhne mit Diabetes haben? Um diese Fragen geht es in dieser letzten von insgesamt 4 Podcast-Folgen mit Familie Mittermeier.

 

Bei der Autoimmunerkrankung Typ-1-Diabetes lassen sich bereits lange bevor die ersten Krankheitsanzeichen auftreten Inselzell-Autoantikörper im Blut nachweisen. Anhand dieser Autoantikörper ist eine Früherkennung von Typ-1-Diabetes möglich.

Korbinian, der jüngste Sohn der Familie Mittermeier, hat aktuell noch keinen manifesten Typ-1-Diabetes, ist aber im Rahmen einer Studie positiv auf Inselzell-Autoantikörper getestet worden. Um den Ausbruch der Erkrankung frühzeitig zu entdecken, messen die Eltern regelmäßig jede oder alle 2 Wochen seinen Blutzuckerspiegel vor und nach dem Essen. Auch haben sie alle 3 Monate einen Termin bei der Kinderdiabetologin, um den Blutzucker-Langzeitwert (HbA1c) zu bestimmen.

 

Teilnahme an Früherkennungsstudie

Vor Beginn der Studie hatten die Mittermeiers Bedenken aufgrund des zusätzlichen Zeitaufwandes und der täglichen Gabe des Insulinpulvers über die Nahrung, was Bestandteil der Studie war. Diese Zweifel stellten sich im Nachhinein jedoch als unbegründet heraus. Darüber, wie die Besuche im Studienzentrum für die Familie waren, warum sie die Teilnahme an der Studie als wichtig ansehen und wie die Nachricht, dass ihr jüngster Sohn ein erhöhtes Risiko für Typ-1-Diabetes hat und wahrscheinlich auch erkranken wird, für sie war, erzählen die Mittermeiers in diesem Podcast.

 

Typ-1-Diabetes Interventionsstudie Pre-POINTearly

Im Rahmen der Pre-POINTearly Interventionsstudie wurde Säuglingen und Kleinkindern mit einem erhöhten Risiko an Typ-1-Diabetes zu erkranken, täglich für 12 Monate Insulinpulver oder ein Placebo mit der Nahrung verabreicht. Die Forschenden wollten herausfinden, ob die Gabe von oralem Insulin zu einer immunologischen Toleranz gegenüber dem körpereigenen Insulin führen kann und ob so eventuell die Diabetes-Erkrankung herausgezögert oder sogar verhindert werden kann.

In unserer Nachricht „Neue Erkenntnisse aus der Typ-1-Diabetes Interventionsstudie Pre-POINTearly“ sind die bisherigen Ergebnisse der Studie zusammengefasst.

Eine Übersicht aktueller klinischer Studien zur Früherkennung von Typ-1-Diabetes finden Sie hier.

 

Was sind typische Anzeichen für Typ-1-Diabetes?

Typische Symptome für Typ-1-Diabetes sind:

  • Starker Durst
  • Häufiges Wasserlassen
  • Müdigkeit
  • Gewichtsabnahme

Bleibt die Erkrankung unentdeckt, kann es zu einer gefährlichen Stoffwechselentgleisung, einer sogenannten diabetischen Ketoazidose, kommen. Besonders bei Kindern führt häufig erst eine Ketoazidose zur Diagnose Typ-1-Diabetes.

Aktuell findet eine deutschlandweite Ketoazidose-Präventionskampagne der Arbeitsgemeinschaft für Pädiatrische Diabetologie (AGPD) der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) und des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) statt. Der entsprechende Flyer steht kostenlos zum Download auf der Website der AGPD sowie auch im Downloadbereich von diabinfo zur Verfügung.

 

Dritte diabinfo-Podcast-Serie mit Familie Mittermeier

Der Podcast „Folge 4 mit Familie Mittermeier – Typ-1-Diabetes: Früherkennung und Vorbeugung beim jüngsten Kind“ ist die letzte der 4 Folgen mit der Familie. In 2 Wochen präsentieren wir Ihnen einen neuen Podcast auf Spotify, Soundcloud, Google Podcasts und weiteren gängigen Streamingdiensten.

Weitere interessante Videos und Podcast-Folgen rund um das Thema „Leben mit Diabetes“ finden Sie wie immer auch in unserer Mediathek!