Planetary Health Diet: Gesund essen, Klima schützen
Ein zentrales Ernährungskonzept, das Gesundheit und Nachhaltigkeit vereint, ist die sogenannte planetare Gesundheitsdiät (englisch: Planetary Health Diet). Diese wurde von internationalen Expertinnen und Experten der EAT-Lancet-Kommission entwickelt und empfiehlt:
- Mehr pflanzliche Lebensmittel wie Gemüse, Hülsenfrüchte, Obst, Nüsse und Vollkornprodukte
- Weniger Fleisch und Zucker
Die Umsetzung der Planetary Health Diet kann dazu beitragen, das Risiko für nicht-übertragbare Erkrankungen wie Typ-2-Diabetes, starkes Übergewicht (Adipositas) und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu senken. Gleichzeitig werden die Treibhausgasemissionen reduziert.
Personen, die sich an der Planetary Health Diet orientieren, wählen bevorzugt pflanzenbetonte, saisonale und regionale Lebensmittel und versuchen, Lebensmittelabfälle zu reduzieren.
Mehr Informationen zur Planetary Health Diet und welche Maßnahmen am effektivsten sind, um den eigenen CO2-Fußabdruck zu senken, finden Sie in unserem Hintergrundartikel „Nachhaltig und gesund leben“. Zudem stehen Ihnen auf diabinfo.de unsere Saisonkalender zur Verfügung, die einen Überblick über die saisonalen Gemüse- und Obstsorten aus regionalem Anbau geben.
Diabetes-Technologie zwischen Versorgung und Umweltbelastung
Moderne Hilfsmittel wie Insulinpens, Sensoren, Pumpen, Lanzetten oder Teststreifen sind für eine gute Diabetes-Versorgung unverzichtbar – sie erzeugen aber auch viel Müll. Dieser Abfall besteht aus unterschiedlichen Materialien:
- Kontaminierte Einwegartikel wie Nadeln und Teststreifen
- Verpackungen aus Papier und Kunststoff
- Elektronische Bestandteile wie Glukosesensoren oder Patch-Pumpen
Die richtige Trennung und Entsorgung der Materialien kann Ressourcen schonen und die Umweltbelastung senken.
Richtig entsorgen – Tipps für mehr Nachhaltigkeit
Die Arbeitsgemeinschaft Diabetes, Umwelt & Klima der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) hat umfassende Empfehlungen zur fachgerechten Entsorgung von Diabetes-Hilfsmitteln und Medikamenten veröffentlicht:
So geht’s richtig:
- Papier und Pappe: Papiermüll
- Reiner Kunststoff: Gelber Sack beziehungsweise Wertstofftonne
- Kontaminierte Abfälle (Teststreifen, Schläuche, leere/defekte Fertigpens): Restmüll
- Scharfe Teile mit Verletzungsgefahr (Nadeln, Kanülen, Spritzen): stichfeste Sammelbehälter, dann verschlossen in den Restmüll
- Elektronische Komponenten und Geräte (Glukosesensoren, Patch-Pumpen, Smart-Pens): Elektroschrott-Sammelstellen
- Abgelaufene oder ungenutzte Medikamente: Schadstoffsammelstellen oder – wo möglich – Rücknahmemöglichkeiten von Apotheken und Herstellern
Die korrekte Mülltrennung schützt nicht nur die Umwelt, sondern auch die Menschen, die den Abfall entsorgen oder recyceln.
Nachhaltigkeit und Diabetes: Kleine Schritte mit großer Wirkung
Ein nachhaltiger Lebensstil und eine bewusste Ernährung nach dem Prinzip der Planetary Health Diet sind nicht nur gut für den Planeten – sie können auch langfristig die Gesundheit stärken und das Risiko für Typ-2-Diabetes und weitere nicht-übertragbare Erkrankungen senken. Gleichzeitig bedeutet ein verantwortungsvoller Umgang mit Diabetes-Hilfsmitteln, Abfälle korrekt zu trennen und zu entsorgen, um Ressourcen zu schonen und Umweltbelastungen zu reduzieren. Auf diese Weise können Menschen mit und ohne Diabetes aktiv zum Schutz von Klima, Umwelt und Gesundheit beitragen.
Quellen:
Arbeitsgemeinschaft Diabetes, Umwelt & Klima der Deutschen Diabetes Gesellschaft: Empfehlungen zur Entsorgung von Diabetesmedikamenten und Hilfsmitteln. 2025 (Letzter Abruf: 20.01.2026)
The EAT-Lancet Commission on Food, Planet, Health: The Planetary Health Diet. (Letzter Abruf: 20.01.2026)



