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Fußball-WM: Warum Mitfiebern das Herz höherschlagen lässt – und wie Sie selbst aktiv werden

Mit dem heutigen Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft fiebern wieder Millionen von Menschen mit ihrer Mannschaft mit. Jubel, Spannung, Hoffnung und Enttäuschung liegen dabei oft dicht beieinander. Dass diese Gefühle nicht nur subjektiv erlebt werden, sondern auch messbare Auswirkungen auf den Körper haben, zeigt eine aktuelle Studie.

 

Mitfiebern lässt Herzfrequenz und Stresslevel steigen

Forschende von Helmholtz Munich und der Universität Bielefeld untersuchten die Herzfrequenz und das Stresslevel von 229 erwachsenen Fans des Fußballvereins Arminia Bielefeld während des DFB-Pokalfinales 2025. Mithilfe von Smartwatches erfassten sie, wie der Körper auf das Spielgeschehen reagierte.

Das Ergebnis: Bereits Stunden vor dem Anpfiff stiegen Herzfrequenz und Stresslevel deutlich an. Die stärksten körperlichen Reaktionen zeigten sich rund um den Spielbeginn. Während des Spiels stiegen die Werte in entscheidenden Momenten wie bei Toren oder anderen spielentscheidenden Szenen besonders stark an. Selbst nach dem Abpfiff blieben die Werte bei vielen Fans noch längere Zeit erhöht.

Besonders stark waren die körperlichen Reaktionen bei Fans, die das Spiel direkt im Stadion verfolgten. Die durchschnittliche Herzfrequenz lag bei:

  • 94 Schläge/Minute im Stadion
  • 79 Schläge/Minute zu Hause
  • 74 Schläge/Minute an öffentlichen Orten

Die Ergebnisse unterstreichen, wie stark sich Emotionen auf den Körper auswirken können.

 

Gleichzeitig verbringen viele Fußballfans große Teile eines Spiels im Sitzen, beispielsweise auf dem Sofa, in der Gaststätte oder im Stadion. Die Fußball-WM kann daher auch eine Gelegenheit sein, zwischendurch selbst in Bewegung zu kommen.

 

Nicht nur mitfiebern – auch selbst in Bewegung kommen

Wer bei der Fußball-WM mitfiebert, kann die Begeisterung für den Sport auch nutzen, um selbst aktiv zu werden. Denn regelmäßige körperliche Aktivität stärkt Herz und Kreislauf, verbessert das Wohlbefinden und kann das Risiko für zahlreiche Erkrankungen senken.

Dabei muss es nicht gleich ein intensives Sportprogramm sein. Schon kleine Bewegungseinheiten im Alltag können einen positiven Effekt auf die Gesundheit haben. Dazu zählen Treppensteigen, ein kurzer Spaziergang in der Mittagspause oder nach dem Abendessen sowie einfache Übungen für zu Hause.

Während der WM können zum Beispiel die Halbzeit, Trinkpausen oder Spielunterbrechungen genutzt werden, um kurz aufzustehen und den Körper zu mobilisieren. Mögliche Aktivitäten sind:

  • Das eigene Team im Stehen anfeuern
  • Kurz aufstehen, ein paar Schritte gehen und sich dabei mehrmals strecken
  • Bei Toren einen Freudentanz einlegen
  • Jedes Mal aufstehen, wenn der Name des Trainers oder des Lieblingsspielers erwähnt wird
  • Die Arme und Beine mit einfachen Übungen mobilisieren

Auch die Zeit vor dem Anpfiff oder nach dem Spiel bietet sich für einen Spaziergang oder Bewegungsübungen an.

Weitere Anregungen für einfache Bewegungsübungen zu Hause erhalten Sie in unserer Videoreihe „Ihr Start in einen aktiven Alltag“. In den Videos zeigen wir Ihnen leicht umsetzbare Übungen für zu Hause, die keine spezielle Ausstattung erfordern und sich auch für Menschen eignen, die lange Zeit wenig aktiv waren.
 

Zu den Bewegungsvideos

 

Vielleicht bietet die Fußball-WM genau den richtigen Anlass, nicht nur auf dem Sofa mitzufiebern, sondern auch selbst aktiv zu werden. So profitiert nicht nur die Lieblingsmannschaft von einem gelungenen Turnier – sondern auch die eigene Gesundheit.

Weitere Informationen über die Auswirkungen regelmäßiger Bewegung auf die Gesundheit finden Sie hier.

 

Quelle:

Adam, T. et al.: Measuring football fever through wearable technology. In: Sci Rep, 2026, 16: 3866