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Hitze und Trinken

Konsequenzen von Flüssigkeitsmangel bei Diabetes

Trinken, trinken, trinken – zurecht liest man das im Sommer überall. Diese Aussage gilt ganz besonders bei Diabetes! Denn Menschen mit der Stoffwechselerkrankung sind zusätzlichen Risiken ausgesetzt.

 

Wenn Menschen mit Diabetes nicht genug trinken, startet ein Teufelskreis. Mit zu wenig Flüssigkeit im Körper, können sich die Blutzuckerwerte erhöhen. Passiert dies, scheidet der Körper den Zucker über den Urin aus. Gehen wir oft die Toilette, führt das dazu, dass wir noch weniger Flüssigkeit in uns haben – es kommt zu einem noch größeren Flüssigkeitsmangel.

An besonders heißen Tagen verdunstet der Körper mehrere Liter Wasser am Tag. Um einem Flüssigkeitsmangel entgegenzuwirken, sollten Erwachsene deshalb täglich mindestens 1,5 Liter Wasser trinken. Wenn ein Flüssigkeitsmangel besteht, gerät der Wasserhaushalt zunehmend durcheinander. Bei Diabetes besteht dann die Gefahr für Stoffwechselentgleisungen sowie Funktionsstörungen von Nieren, Herz und anderen Organen.

Insbesondere ältere Menschen müssen darauf achten, genügend zu trinken. Denn mit dem Alter lässt das Durstgefühl oft nach.

Mehr zur Hitzeverträglichkeit bei Diabetes lesen Sie hier.

 

Welche Getränke eignen sich zum Durst löschen?

Zum Trinken eignen sich vor allem Wasser, Kräuter- oder Früchtetees ohne Zucker und Saftschorlen, die aus 3 Teilen Wasser und einem Teil Saft bestehen. Softdrinks, Kaffee und alkoholische Getränke sind nicht zu empfehlen. Light-Getränke sollten im Übrigen auch nicht in Übermaßen konsumiert werden, unter anderem, weil durch sie das Verlangen nach Süßem zusätzlich gefördert wird.

Grundsätzlich sollte bei zuckerhaltigen Getränken wie Limonaden und Säften bedacht werden, dass diese den Blutzucker schnell in die Höhe treiben.

Pures Wasser schmeckt Ihnen zu langweilig? Dann peppen Sie das Wasser mit Zitronen- oder Orangenscheiben auf. Auch feine Ingwer-Scheiben und Kräuter wie Minze oder Basilikum geben dem Wasser zusätzliches Aroma.

Wie der Körper mit Diabetes auf Hitze reagiert, erklären wir auch in diesem Kurzvideo.

 

Quelle:

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft: Wasser trinken – fit bleiben. 2. Auflage. 2018