Diabetes Typ 1

Wissenschaftliche Unterstützung: Dr. Kálmán Bódis

Ist Typ-1-Diabetes schlimmer als Typ-2-Diabetes? Und muss mein Kind mit Typ-1-Diabetes im Sportunterricht oder Sportverein besonders vorsichtig sein?

Hier finden Sie eine Auswahl an häufig gestellten Fragen zum Thema ‚Typ-1-Diabetes‘.

Ist Typ-1-Diabetes schlimmer als Typ-2-Diabetes?

Typ-1- und Typ-2-Diabetes sind 2 unterschiedliche Krankheitsbilder, von denen keines als schlimmer als das andere eingestuft werden kann. Bei beiden kann es zu schweren Folgeerkrankungen kommen. Folgen treten auf, wenn der Diabetes langfristig unzureichend behandelt wird.

Unter den Folgeerkrankungen des Diabetes spielen die oben genannten Gefäßkrankheiten eine zentrale Rolle. Dabei kann es zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfall, Augenschädigungen, Nierenproblemen, Nervenschäden oder dem Diabetischen Fußsyndrom kommen.

Daher ist es wichtig, die Diabetes-Erkrankung rechtzeitig zu erkennen und optimal zu behandeln. Das ist insbesondere für Menschen mit Typ-2-Diabetes bedeutend. Bereits in Vorstadien des Typ-2-Diabetes ist das Risiko Folgeschäden zu entwickeln erhöht.

Auch bei Menschen mit Typ-1-Diabetes trägt vor allem eine normnahe Blutzuckereinstellung dazu bei, diese Folgeerscheinungen zu vermeiden.

Muss mein Kind mit Typ-1-Diabetes im Sportunterricht oder Sportverein besonders vorsichtig sein?

Kinder mit Typ-1-Diabetes sollten die Möglichkeit haben, an allen Sportarten und -aktivitäten teilzunehmen. Vorab sollte der Blutzuckerwert gut eingestellt sein. Eltern und Kinder sollten am Anfang erst einmal Erfahrungen sammeln, wie der Körper auf Insulin, Kohlenhydrate und Sport reagiert. Wichtig sind gezielte Schulungen. Ratsam ist es auch, die pädagogische Fachkraft und die jeweilige Trainerin oder den jeweiligen Trainer im Vorfeld zu informieren. Ihnen sollten auch mögliche Risikosituationen, wie eine Unterzuckerung, bekannt sein. Die Einnahme von Traubenzucker und zuckerhaltigen Getränken muss jederzeit möglich sein.