Eine schwangere Frau hält einen Salatteller vor ihren Bauch

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diabinfo-Podcast: Neue Folge

Schwangerschaftsdiabetes: Im Gespräch mit einer Wissenschaftlerin

Wissenschaftliche Unterstützung: PD Dr. Sandra Hummel

Immer mehr Frauen erhalten während der Schwangerschaft die Diagnose Schwangerschaftsdiabetes. In unserem diabinfo-Podcast ist die Wissenschaftlerin Frau Dr. Hummel zu Gast, die am Helmholtz Zentrum München die Arbeitsgruppe Schwangerschaftsdiabetes leitet. Wir sprechen unter anderem darüber, warum es immer mehr Fälle gibt, was eine Frau nach der Diagnose wissen sollte und wie die entstehenden gesundheitlichen Risiken für Mutter und Kind möglichst niedrig gehalten werden können.

 

6 Prozent aller Schwangeren erhalten die Diagnose

Schwangerschaftsdiabetes (oder auch Gestationsdiabetes) ist eine Stoffwechselstörung, die erstmals während der Schwangerschaft diagnostiziert wird. Grund hierfür ist der veränderte Hormonhaushalt der Mutter während der Schwangerschaft, der sich auch auf den Blutzuckerstoffwechsel auswirken kann. Bei einem Schwangerschaftsdiabetes ist der Blutzuckerspiegel dauerhaft zu hoch. Durch einen Blutzuckersuchtest (Glukosetoleranztest) kann die Erkrankung aber frühzeitig erkannt und behandelt werden. Schwangerschaftsdiabetes zählt zu den häufigsten Komplikationen in der Schwangerschaft. Weltweit stieg die Häufigkeit in den letzten 15 Jahren an.

In unserem Beitrag „Wie entsteht Schwangerschaftsdiabetes?“ erfahren Sie mehr über die Entstehung und Risikofaktoren der Erkrankung.

 

Oft genügen eine Umstellung von Ernährung und Bewegung

Um die Zuckerwerte zu normalisieren, sind eine ausgewogene und vollwertige Kost sowie eine gesteigerte körperliche Aktivität oft ausreichend. Nur 1 von 4 Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes benötigt eine Behandlung mit Insulin. Blutzuckersenkende Tabletten sind während der Schwangerschaft dagegen nicht offiziell zugelassen.

Weitere Informationen zur Behandlung von Schwangerschaftsdiabetes finden Sie in diesem Beitrag.

 

Stillen fördert die Gesundheit von Mutter und Kind

Obwohl die Schwangerschaft bei den meisten Frauen normal verläuft, gibt es einige Risiken für Mutter und Kind. In unserem Podcast legt Frau Dr. Hummel Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes insbesondere den folgenden Tipp ans Herz: Stillen Sie Ihr Kind. Sie erklärt, dass das Stillen nach der Geburt zahlreiche gesundheitsfördernde Auswirkungen hat. Dies gilt nicht nur für das Kind, sondern auch für die Mutter. Auf diesem Weg kann auch das erhöhte Risiko für die spätere Entwicklung eines Typ-2-Diabetes gesenkt werden.

Viele weitere Informationen zu Schwangerschaftsdiabetes finden Sie hier.

In diesem Artikel gibt es einen interessanten Erfahrungsbericht einer Frau mit der Diagnose Schwangerschaftsdiabetes zum nachlesen.

 

diabinfo-Podcast mit Frau Dr. Hummel

Sie finden den Podcast „Schwangerschaftsdiabetes“ mit Frau Dr. Hummel sowie weitere interessante Videos und Podcast-Folgen rund um das Thema „Leben mit Diabetes“ wie immer in unserer Mediathek sowie auf den gängigen Streamingdiensten wie Spotify, Apple Podcasts, Podcast Addict und vielen mehr.

In 2 Wochen präsentieren wir Ihnen die nächste Folge, in der wir mit einer Frau, die seit mehreren Jahren Typ-2-Diabetes hat, über ihre Erfahrungen mit der Erkrankung sprechen. Seien Sie gespannt!