Ein Schema, wie sich Fettleibigkeit, gestörte metabolische Gesundheit und das Coronavirus sich gegenseitig beeinflussen

© Deutsches Zentrum für Diabetesforschung (DZD)

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Gegenseitige Beeinflussung einer Coronavirus-Infektion und metabolischen Erkrankungen

Übergewicht, Herz-Kreislauf- und Stoffwechsel-Erkrankungen verursachen häufig nicht nur einen schwereren Verlauf einer Coronavirus-Infektion, sondern eine Infektion mit dem Virus fördert langfristig auch die Entwicklung dieser Erkrankungen. Dies beleuchten mehrere Forschende des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD) in einem wissenschaftlichen Übersichtsartikel.

 

Verschiedene großangelegte Studien deuten darauf hin, dass sich bestimmte Faktoren negativ auf den Krankheitsverlauf bei einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 auswirken können. Zu den Risikofaktoren zählen unter anderem Übergewicht – insbesondere die vermehrte Fetteinlagerung am Bauch –, Diabetes und auch ein beginnender Bluthochdruck.

 

Eine Coronavirus-Infektion begünstigt die Entwicklung von metabolischen Erkrankungen

Umgekehrt wirkt sich eine Coronavirus-Infektion aber auch auf die Organfunktionen aus. Die Wissenschaftler betrachteten in dem Artikel verschiedene sogenannte kardiometabolischen Organe und Gewebe wie Gefäßwände, Herz, Nieren, Leber, Darm und Bauchspeicheldrüse. Dabei zeigten sie auf, dass diese Organe bei einer Infektion mit SARS-CoV-2 nicht nur unmittelbar beschädigt werden können. Auch langfristig kann das Coronavirus höchstwahrscheinlich die Entwicklung von Übergewicht und kardiometabolischen Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Typ-2-Diabetes begünstigen.

Lesen Sie in diesem Beitrag mehr darüber, was das metabolische Syndrom ist und warum etwa die Hälfte der Patientinnen und Patienten mit der Diagnose „metabolisches Syndrom“ im Laufe des späteren Lebens eine Herz-Kreislauf-Erkrankung entwickeln.

 

Bedeutung eines aktiven Lebensstils und gesunder Ernährung wichtiger denn je

Im Hinblick auf diese Erkenntnis ist es heute wichtiger denn je, einen aktiven Lebensstil mit ausreichend körperlicher Bewegung und gesunder Ernährung zu pflegen. Dies wirkt sich nicht nur vorbeugend auf die Entwicklung metabolischer Erkrankungen aus, sondern reduziert auch das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf bei einer Coronavirus-Infektion. Des Weiteren kann durch einen gesunden Lebensstil auch das Risiko für die Entwicklung von Übergewicht und insbesondere kardiometabolischen Erkrankungen nach überstandener Coronavirus-Infektion gesenkt werden.

Wenn Sie gerne abnehmen möchten, die bisherigen Versuche aber weniger erfolgreich waren, finden Sie in diesem Beitrag sicher einige wertvolle Tipps.

 

Quelle:
Stefan, N. et al.: Global pandemics interconnected – obesity, impaired metabolic health and COVID-19. In: Nat Rev Endocrinol, 2021, 17: 135-149