Schule und Bildung: Gesundheit fördern - Krankheit vermeiden

Weltweit erkranken immer mehr Menschen an Diabetes, so auch in Deutschland. Auch Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler sind mit dem Thema konfrontiert – sei es durch betroffene Mitschüler oder durch die Erkrankung naher Angehöriger.

Mit wissenschaftlich fundierten und innovativen Unterrichtsmaterialien können Schulen Wissen zur chronischen Volkskrankheit Diabetes vermitteln und damit die Gesundheitskompetenz von Schülerinnen und Schülern erhöhen. Damit lernen sie frühzeitig, Verantwortung für ihre Gesundheit zu übernehmen und einer späteren Erkrankung vorzubeugen.

Un­ter­richts­ma­te­ria­li­en

diabinfo.de bietet fundierte und innovative Unterrichtsmaterialien

  • zur Vermittlung von konkretem Handlungswissen,
  • mit interaktiven Ideen zur Bewegungsförderung, 
  • Anleitungen zu einer gesunden Ernährung sowie
  • Motivationsimpulsen.

Schülerinnen und Schüler lernen damit, verantwortungsvoll und selbstbestimmt mit ihrer Gesundheit umzugehen, um die persönliche Lebensqualität langfristig zu erhalten.

Lehrkräfte finden hier ein Baukastensystem mit verschiedenen Modulen für die Unterrichtsgestaltung in den Sekundarstufen I und II der allgemeinbildenden Schulen. Das Angebot umfasst klassische Formate wie Informations- und Arbeitsblätter ebenso wie Elemente aus dem Bereich eLearning.

Die Materialien sind in verständlicher Sprache für verschiedene Bildungs- und Leistungsniveaus erstellt. Sie knüpfen unmittelbar an die Lebenswelten von Schülerinnen und Schülern an. Anschauliche Infografiken, kurze Videos und interaktive Elemente in verschiedenen Schwierigkeitsstufen erweitern das Angebot. Die Materialien werden fortlaufend ergänzt und aktualisiert.

Dieses zusammenfassende Nachschlagewerk für Lehrkräfte bietet einen Überblick zu Biochemie und Regelkreisen im Zusammenhang mit Diabetes. Es erläutert Entstehungsmechanismen der Krankheit und stellt moderne Forschungsansätze der Früherkennung, Prävention und Therapie von Diabetes vor.

Dieses Kapitel gibt einen allgemeinen Überblick über die Krankheit Diabetes. Sie eignet sich insbesondere zum Einstieg in die Thematik, ebenso wie für eine Vertretungsstunde. Die grundlegenden Symptome der Erkrankung sind in einer Geschichte so aufbereitet, dass sie an die Lebenswelten der Schülerinnen und Schüler anknüpfen. In einem kurzen Erklär-Video werden die Grundlagen zur Unterscheidung zwischen den beiden häufigsten Formen der Erkrankung erläutert: Typ-1- und Typ-2-Diabetes.

Das Kapitel vermittelt Schülerinnen und Schülern die Bedeutung von Sport und Bewegung als vorbeugende Maßnahme gegen Diabetes und andere Krankheiten. Die Materialien bieten ihnen die Möglichkeit, das eigene Verhalten zu reflektieren und geben Motivationsimpulse. Darüber hinaus lernen die Schüler und Schülerinnen, wie sie – auch unter Einsatz digitaler Medien – persönlich ihre Gesundheit fördern können.

In diesem Kapitel beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit der Frage, wie sie eine gesunde Ernährung dauerhaft in den persönlichen Alltag integrieren, und so ihr Risiko an Typ-2-Diabetes zu erkranken, reduzieren können. Neben dem Zusammenhang von soziologischen Faktoren der Ernährung diskutieren die Schülerinnen und Schüler genussvolles Essen im Kontext mit der Vermeidung von Übergewicht. Weitere Schwerpunkte bilden das Anstoßen gesundheitsförderlichen Essverhaltens durch Nudging, sowie die für 2020 geplante Einführung des Nutri-Score in Deutschland. 

Lehrerfortbildungen und weiterführende Informationen

Lehrkräfte erhalten auf diabinfo.de nicht nur Unterrichtsmaterialien sondern auch Angebote für Lehrerfortbildungsveranstaltungen und andere Möglichkeiten des Dialogs.

Im Projekt "Fit in Gesundheitsfragen" von Helmholtz Zentrum München und Deutschem Krebsforschungszentrum (DKFZ) werden auch Lehrerfortbildungen angeboten. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler geben Lehrkräften einen umfassenden Überblick zu den beiden chronischen Krankheitsbildern Diabetes und Krebs. Zudem werden aktuelle Unterrichtsmaterialien vorgestellt.

Sie haben Fragen zu einer Veranstaltung oder zum Projekt?
Bitte senden Sie eine Nachricht an: fit_in_gesundheitsfragennoSp@m@helmholtz-muenchen.de

Nächste Termine

Schulungseinheit im Rahmen der Fortbildungstagung für MB-Fachmitarbeiterinnen und MB-Fachmitarbeiter sowie Tandempartnerinnen und Tandempartner im Fach Ernährung und Gesundheit an Realschulen Fortbildungslehrgang Nr. 98/018 vom 19.02.2020 bis 21.02.2020
Hier geht es zur online-Datenbank Fortbildung in Bayerischen Schulen (FIBS)

 

"Fit in Gesundheitsfragen": Gesundheitsbewusstsein fördern, Krankheiten vorbeugen am Beispiel Diabetes
Lehrgangsnummer: E916-0/20/2
Ganztägige Lehrerfortbildung mit Vorstellung des Unterrichtsmaterials und praktischen Anregungen für deren Umsetzung, Campus- und Labor-Führung sowie fachwissenschaftlichen Vorträgen zu Typ-1- und Typ-2-Diabetes.
Referenten: PD Dr. Timo Müller (Leiter Institute for Diabetes and Obesity) und
Dr. Sandra Hummel (Arbeitsgruppenleiterin für Gestationsdiabetes am Helmholtz Zentrum München)
Veranstaltungsort: Helmholtz Zentrum München, Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH), Ingolstädter Landstraße 1, 85764 Neuherberg 

Hier geht es zur online-Datenbank Fortbildung in Bayerischen Schulen (FIBS)
Oder melden Sie sich per E-Mail an: fit_in_gesundheitsfragennoSp@m@helmholtz-muenchen.de

 

Weitere Informationen folgen.

 

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Das Projekt "Fit in Gesundheitsfragen"

Im Rahmen des Projektes „Fit in Gesundheitsfragen“ werden Unterrichtsmaterialien entwickelt und Lehrerfortbildungenangeboten.  Bei „Fit in Gesundheitsfragen“ handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt des Helmholtz Zentrums München und des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg (DKFZ). Es wird mit öffentlichen Mitteln durch die Helmholtz-Gemeinschaft gefördert. Daher sind alle Angebote frei von wirtschaftlichen Interessen.

Fun­dier­tes Fach­wis­sen ver­mit­teln

Angefangen bei Risikofaktoren sowie Möglichkeiten der Prävention und Früherkennung über die biologischen Mechanismen bei der Entstehung der Krankheiten bis hin zu Therapieoptionen sowie dem Leben mit der Erkrankung – alle Facetten von Diabetes und Krebs werden wissenschaftlich fundiert vermittelt. Dazu wird auch auf die aktuellen Forschungserkenntnisse der am Projekt beteiligten Forschungseinrichtungen – Helmholtz Zentrum München und Deutsches Krebsforschungszentrum – zurückgegriffen.

Me­di­en- und Ge­sund­heits­kom­pe­tenz stär­ken

Studien zeigen, dass die Fähigkeit, Informationen zu Gesundheitsthemen zu sammeln und die gewonnenen Erkenntnisse im Alltag umzusetzen, hierzulande nicht für alle Menschen selbstverständlich ist. Dies gilt auch für Jugendliche und junge Erwachsene bzw. deren Eltern. Um dem zu begegnen, wird im Rahmen des Projektes auch die Medienkompetenz der Jugendlichen im Umgang mit Gesundheitsinformationen gefördert. Sie lernen, selbständig qualitativ hochwertige und für ihre Gesundheit relevante Informationen zu finden, zu verstehen, zu beurteilen und anzuwenden.

Ziel ist es, Jugendliche in die Lage zu versetzen, aus der Informationsflut des Internets seriöses Material herauszufiltern und für sich nutzbar zu machen. Zum einen, um selbstverantwortlich Krankheiten vorbeugen zu können – z. B. durch einen gesunden Lebensstil. Zum anderen, um sich im Krankheitsfall selbstbestimmt und gut informiert im Gesundheitssystem bewegen zu können. Dies bedeutet zum Beispiel, dass der Patient oder die Patientin verschiedene Behandlungsoptionen mit dem behandelnden Arzt oder der Ärztin bespricht, sie für sich bewerten und eine informierte Entscheidung treffen kann. Ein Teil des Unterrichtsmaterials widmet sich daher übergeordneten Themen wie „Gesundheitskompetenz“ und „Umgang mit Krankheit“. Auch praktisches Wissen über die Strukturen des deutschen Gesundheitssystems wird vermittelt.

Eva­lua­ti­on mit Per­spek­ti­ve

Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet und evaluiert: Abgefragt werden neben quantitativen Kriterien auch qualitative Aspekte. Nach erfolgreichem Abschluss des Projektes können die Materialien als Best-Practice-Modelle fungieren, um weitere Gesundheitsthemen aus dem Forschungsspektrum der Helmholtz-Gemeinschaft zu bearbeiten, zum Beispiel Allergien oder Erkrankungen von Lunge, Herz-Kreislauf- oder Nerven-System.

Als Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt untersucht das Helmholtz Zentrum München das Zusammenspiel von Genetik, Umweltfaktoren und Lebensstil bei Diabetes, Allergien und chronischen Lungenerkrankungen. Ziel ist es, die für Patientinnen und Patienten individuell passenden Möglichkeiten für Prävention, Diagnose und Therapie zu finden. Seine etablierten Informationsdienste bereiten das aktuelle Wissen für Multiplikatoren und Patientinnen und Patienten verständlich auf und publizieren es online. Außerdem gibt es langjährige Erfahrungen mit Schülerlaboren sowie Kooperationen mit Schulen, Verbänden und Universitäten.

Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH), Abteilung Kommunikation
Ingolstädter Landstraße 1, 85764 Neuherberg
Telefon: 089 3187-2711
www.helmholtz-muenchen.de

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg untersucht, wie Krebs entsteht, erfasst Risikofaktoren und sucht nach Strategien, die verhindern, dass Menschen an Krebs erkranken. Es entwickelt neue Ansätze, mit denen Tumore präziser diagnostiziert und Patientinnen und Patienten erfolgreicher behandelt werden können. Der Krebsinformationsdienst (KID) ist eine Abteilung des DKFZ. Er beantwortet Betroffenen, Angehörigen, interessierten Bürgerinnen und Bürgern und Fachleuten alle Fragen zum Thema Krebs. Das Schülerforschungszentrum Life-Science Lab des DKFZ fördert außerschulisch und wissenschaftspropädeutisch mathematisch und naturwissenschaftlich-technisch besonders interessierte und begabte Schülerinnen und Schüler.

Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)
Im Neuenheimer Feld 280, 69120 Heidelberg
Telefon: 06221 42-2890
www.dkfz.de

Krebsinformationsdienst
www.krebsinformationsdienst.de 
krebsinformationsdienst@dkfz.de

Life-Science Lab
www.life-science-lab.org